Mehr Welten und das Straßenverkehr-Kunstwerk

Mehr Welten und das Straßenverkehr-Kunstwerk

Mehr Welten, Einweihung Zebrastreifen Gottesweg, Großes Hallo vor meiner Haustür: Nachdem es seit kurzem auf dem Gottesweg nicht länger eine Ampel gibt, erhält der neue Überweg mit Zebrastreifen seine Einweihung mit einem kindgerechten Straßenverkehr-Kunstwerk.

2007 sollte die Ampelanlage schon einmal abgebaut werden, Rats- und Bezirkspolitiker hatten sich dann aber den massiven Bürgerprotesten gebeugt. Vor allem besorgte Eltern war die Demontage ein Dorn im Auge gewesen. In der Nachbarschaft befinden sich einige Schulen, ihre Kinder waren auf die Nutzung der Ampel trainiert. Selbst erwachsene Anwohner hielten sich meist an die Regeln – zumindest wenn Kinder in Sichtweite waren. Sechs Jahre später ging dann alles ganz schnell. Wenngleich die Kreuzung über die Jahre hinweg sukzessiv umgebaut und verengt worden war (das soll die Autofahrer dazu motivieren, vom Gas zu gehen), kam der letztendliche Eingriff doch recht unvermittelt. Als Anwohnerin, die ich seinerzeit aus Gründen der Solidarität den Protest mit unterstützt hatte, konnte ich mich nur wundern.

Mehr Welten, Einweihung Zebrastreifen Gottesweg, Kunstwerk

Heute nun also die Installation von bunten Straßenschildern mit Tiermotiven vor einer Horde von Kindern, die nun nicht länger warten müssen, bis es grün wird. Das mag aus verkehrspädagogischer Sicht durchaus sinnvoll sein. Die Frage ist nur: Was ist mit den Autofahrern, die auch nicht länger auf das gute alte Grün warten müssen? Straßenverengung, Zebrastreifen und Schildermasten hin oder her, die Tage wurde ich beim Überqueren fast umgemäht. Es bleibt also zu hoffen, dass sich die Autofahrer an die neue Verkehrssituation ebenso gewöhnen wie die Kids.


Kommentare

Mehr Welten und das Straßenverkehr-Kunstwerk — 1 Kommentar

  1. Wir sollten uns halt wie die Norweger daran gewöhnen, dass die Fußgänger, sobald sie sich einem Zebrastreifen nähern, Vorrang haben und das Auto anhält. Ich habe beobachtet, dass die Norweger mit dem Handy telefonierend, ohne zu schauen (!!), einfach auf die Straße traten und voll darauf vertrauen (konnten), dass die Autos schon anhalten werden.
    Da mussten wir uns erst mal dran gewöhnen, sowohl als Autofahrer, als auch als Fußgänger.

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