Mehr Welten und die Handball-WM

Mehr Welten und die Handball-WM

Meine Twitter-Followers wissen es bereits: Dieser Tage twittere ich über nichts anderes so intensiv wie über die laufende Handball-WM in Spanien. Und wenn dann wieder eins dieser aufregenden Spiele vorbei ist, folgt direkt mit den Snooker Masters das ultimative Kontrastprogramm. Darüber zu twittern überlasse ich dann allerdings @RolfKalb, der tatsächlich NICHT Rolf Kalb ist [und neuerdings @PseudoRolf heißt], sondern des Eurosport Kommentators größter Fan. Zusammen mit @ThomasHein146, der auch nicht wirklich der deutsche Snooker Bundestrainer Thomas Hein ist, macht er einen Super-Job!

Mehr Welten twittert über Handball-WM in Spanien

Aber wie kommt es eigentlich, dass jemand wie ich, die in ihrem Leben noch nie Handball gespielt hat (und nebenbei auch wahnsinnig werden würde, wenn mir andere beim Spiel ständig am Trikot herumzubbeln  und -reißen würden), dafür eine derartige Begeisterung aufbringen kann?

Ich war noch sehr jung, durfte trotzdem schon fernsehen. Übertragen wurde das Finale der Weltmeisterschaft in Dänemark. Das ist insofern bemerkenswert, als es damals überhaupt nur drei Programme gab, und das Spiel wurde nur deshalb gezeigt, weil die deutsche Mannschaft in eben diesem Finale stand. Gegner war die russische Mannschaft, die damals noch eine sowjetische und so oder so der klare Favorit war.

Bis dato kannte ich nur Fußball und wusste trotz meiner jungen Jahre bereits, dass das auch oft mal nicht so wirklich spannend sein kann. Mit ein bisschen Glück und auch spielerischem Können geht so ein Spiel vielleicht 1:0 aus und braucht dafür satte 90 Minuten Lebenszeit. Dieses Handballspiel aber – und vor allem die letzten zwei Minuten – haben mich für alle Zeiten total beeindruckt. 20:19 lautete der Endstand, und das Ganze war so nervenaufreibend, wie nur irgendetwas auf der Welt nervenaufreibend sein kann. Bis zu diesem Tag war mir ja gar nicht bewusst, dass ich einen Herzschlag oder gar einen Blutdruck haben könnte!

Die Tage schrieb einer bei Twitter, dass er zum Glück Fußballfan sei. Würde er sich für Handball genauso begeistern, würde er die gut zwei Wochen wohl kaum überleben. Das wäre natürlich tragisch. Für mich aber bedeutet so eine Weltmeisterschaft eine willkommene Begegnung mit meinen eigenen Vitalfunktionen – und für das Cool Down danach kann ich nur eine sich über Stunden hinziehende Snooker-Partie empfehlen. Böse Zungen behaupten zwar, das sei so spannend, wie Farbe beim Trocknen zuzuschauen. Für mich aber ist dieser Präzisionssport pure Ästhetik. Und wenn NOT Rolf Kalb darüber twittert, ist es auch immer lustig.

Wie auch immer es heute Nachmittag in der Achtelfinal-Begegnung Deutschland gegen Mazedonien ausgehen und in der Folge weitergehen mag – ich werde darüber twittern!

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